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Home Blog Blog 10.05.2006 - Für Papi

10.05.2006 - Für Papi

Hallo!

Es gibt Momente, da fragt man sich, kann ich das tun, was ich da gerade mache? Ist das okay? Darf ich das? Und manchmal ist die Antwort bei den vermeintlich schwierigsten Fällen am einfachsten, weil man weiß, es muss sogar so sein und da ist jemand, der darauf auch stolz gewesen wäre. Der Gig am Samstag ist für dich, Papi. Von dir habe ich die Liebe zu Bäumen und Wäldern, die stoische Ruhe, den Humor, Lucky Luke und Bud Spencer-Filme, deine Liebe zur Musik, die Papa-Bär- Einstellungen, die eigenen Ansprüche wie ich meinen Handwerk ausübe, den Tonka-Radlader, viele Auto-Cross-Rennen, die innere Zufriedenheit, das Halten des Messers in der linken Hand, meine gelegentliche wortkarge Grummeligkeit wie auch die bisweilen unendlichen Sappel-Anfälle. Du hast uns ein großes Haus gebaut. Durch dich konnten wir im Grünen aufwachsen. Ich saß damals in den 70ern als kleiner Junge hinten in deinem blauen Kadett auf dem Weg von der Sören nach Hause, während im Autoradio irgendwelche Leute von Rollschuhen, Wampen und Wikingern sangen. Du hast mich damals von Mölln nach Hamburg gefahren, damit ich mir den Twin Reverb kaufen konnte, meinen ersten Amp. Wie du mich auch immer wieder von Konzerten, von der Theater-AG und sonst woher abgeholt hast. Und durch dich bin ich vielleicht erst zu meinem Beruf gekommen. Weil du damals 1985 auf dem Dachboden von Oma auf der Sören deine alte Gitarre wiedergefunden hast, die du dir in den 60ern als Freddy-Fan mal gekauft hattest.
All das hätte ich wohl besser vor zwei Wochen zu deinem 60. schreiben sollen. Aber da war mir so vieles noch gar nicht klar. Da habe ich auch manches noch gar nicht gewusst und manches war da noch vergessen. All dein Wissen und Können, all das was du gegeben hast... Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie stolz ich auf dich bin, wie dankbar für alles.
Volker

 

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