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Home Blog Blog 01.09.2007 - Auf Südtour und auf den Spuren von Biene Maja

01.09.2007 - Auf Südtour und auf den Spuren von Biene Maja

Tachchen!

Als wir uns in München nach dem Konzert verbeugten, merkten wir dass die Zugabenrufe irgendwie anders klangen. Jetzt nicht so, wie es manchmal hinter der Bühne erklingt (“Hut tragen” oder “Flughafen”, gerne genommen auch “Guthaben”). Nein, in den Singsang der Fans mischte sich ein eindeutig süd- deutscher Dialekt: Oana geht no, oana geht no nei! Oana geht no, oana geht no nei! Kein Zweifel, wir mussten uns wirklich im Süden befinden. Zweifel konnten wir auch kaum gehabt haben. Uli hatte für uns einen kleinen Gasthof in dem Örtchen Ambach gebucht, das, wie der ja Name sagt, am See liegt, genauer am Starnberger See, praktischerweise zwischen den Locations in Munich und in Habach. Nach- dem Frau Ex-Bundesbahn uns nach München gebracht hatte und Torben uns ins Hotel, haben wir dort die einheimische Küche genossen, und zwar wirklich genossen und das Fußballspiel gegen England angeschaut.
Vor dem Gig in München ging es dann erst einmal Baden im See mit einem netten Alpenpanaroma zur Seite. Am nächsten Tag fuhren wir ins Village in Habach, eine kleine Musikkneipe in einem Tal, das mit drei “ü” beschrieben werden kann: üdüllüsch. Vorher ging es natürlich nochmal in den See und für mich zusammen mit Backliner Jochen Mehrling und Stefan Lehmann von den uns begleitenden Ohrenfeindten (oder umgekehrt) nach Garmisch. Wir wollten eigentlich auf die Zugspitze, sahen dann aber die Preise, die wir für die zehn Minuten Aufenthalt da oben hätten zahlen müssen. Naja... Vielleicht eher mal mit unseren Frauen zu- sammen, wenn man mal die Zeit hat, auch ein bisschen länger da oben zu sein. Wir sind dann am Fuße der Zugspitze in einen Apfelstrudel geraten. Mit Vanilleeis.
In Habach stand noch ein altes Ampeg-Topteil, über dass ich versuchsweise gespielt habe. Sehr schön. Das Kabel von Euch haben wir übrigens versehentlich eingesteckt. Sorry Rudi und Dieter! Dafür dürftet Ihr wohl noch unseren Schellenkranz haben... Hüstel! Können wir ja zurücktauschen, wenn wir nächstes Jahr wiederkommen.
Nach dem Tal dann der Berg. Vom “Sieben Eichen” bei Affalterbach hatten wir einen schönen Blick über Stuttgart. Eine nette Open-Air-Location mit nettem und besonderem Besuch: Zum einen Joe Crawford, den Bassisten von Pur, den Uli noch aus Schön-Blond-Zeiten kennt. Ein obernetter Typ (wie immer bei Bassisten...), den wir sicher gerne noch mehr kennengelernt hätten, aber wir hatten ja noch ein Konzert zu spielen. Und dann noch Oliver Riedinger mit Freundin Anja, mit dem ich vor achttausend Jahren mal in Mölln und Ratzeburg Musik gemacht habe. Nach dem Gig hatten wir dann ein großartiges nächtliches Mondscheinpanorama über Stuttgart. Traumhaft. Und die Frau ist nicht da. Grmpft.
Nach dem sehr schönen Gig gestern in Dorf Mecklenburg geht es nachher zum Rock Open Air nach Ahrensburg, dem Geburtsort von Waldemar Bonsels, dem Mann der seinerzeit das Buch über Biene Maja geschrieben hat. Die Geschichten darin handeln alle am Bredenbeker Teich zwischen Ahrensburg und Ammersbek. Achtet heute ruhig mal auf den einen oder anderen Basslauf (“In einem unbekannten Land...”). Um den Rahmen zum Anfang zu spannen (als ich das vor ein paar Tagen las, fühlte ich mich auch etwas komisch): Gestorben ist Waldemar Bonsels in Ambach. Am Starnberger See. Zufälle gibt’s...
In den nächsten beiden Wochen haben wir dann eine kleine Livespielpause, die u.a. für die Arbeiten an der neuen CD genutzt wird. Ende September geht es dann auf der Bühne weiter. Oder aber, wenn ihr wollt, erst einmal gerne heute abend.
Bis dann
Volker

 

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